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Der neue Welpe

Der neue Welpe kommt ins Haus

Wir freuen uns, daß Sie sich entschlossen haben, einen Hund als neues Familienmitglied aufzunehmen. Die Gesundheit und das Wohlergehen von Haustieren liegen uns am Herzen, und da wir uns um Sie und Ihren neuen Welpen kümmern, wurde dieser Leitfaden sorgfältig ausgearbeitet, um Sie bei der Ernährung, Erziehung, Fell- und Gesundheitspflege Ihres Welpen zu unterstützen.

Es ist zwar nicht möglich, auf alle Aspekte einzugehen, die der Besitz eines Hundes mit sich bringt; wir haben jedoch Informationen zu allen Punkten vorgesehen, die für Sie in den ersten Tagen und Monaten des Zusammenlebens mit Ihrem neuen Hund wichtig sind.

 


Die Ankunft des neuen Welpen

Die ersten Tage, die Ihr Welpe mit Ihnen verbringt, werden sich ihm dauerhaft einprägen - sie sind deshalb besonders wichtig! Achten Sie unbedingt darauf, ihm genügend Zuneigung und Aufmerksamkeit zu schenken. Anfangs wird er ein bisschen verunsichert und zurückhaltend sein. Geben Sie ihm deshalb Gelegenheit, das Haus zu erkunden, wenn nicht so viele Personen anwesend sind. Der Welpe soll in aller Ruhe die Umgebung entdecken und seine Neugier befriedigen, aber er soll keinesfalls lange allein gelassen werden. Während der ersten Woche im neuen Heim leiden manche Welpen unter Trennungsschmerz. Sie vermissen ihre Mutter und winseln möglicherweise viel. Ist dies der Fall, sollten Sie Ihren Welpen genau beobachten und ihn trösten - aber vermeiden Sie nach Möglichkeit, ihn ins Bett zu lassen: diese schlechte Angewohnheit ist ihm später nur schwer wieder abzugewöhnen.


Gemütliches Zuhause

Ihr Welpe benötigt ein Hundekörbchen oder ein -bettchen, das sich an einem warmen, zugfreien Ort befindet. Sie können auch einen auf der Seite liegenden Pappkarton aufstellen, um dem Hund einen geschützten Schlafplatz zu bieten. Legen Sie warme, waschbare Decken hinein; zum Beispiel ein altes Bettlaken oder ein Handtuch: schon wird sich Ihr Welpe sicher und geborgen fühlen. Respektieren Sie die Privatsphäre Ihres Welpen. Greifen Sie nicht einfach in die Kiste und zerren ihn heraus. Er soll von selbst herauskommen. Lassen Sie nicht zu, dass er von Kindern gestört oder geärgert wird. Und: Schicken Sie ihn keinesfalls in sein Körbchen, wenn er unartig war. Ansonsten wird er seinen Schlafplatz stets mit Ungehorsam in Verbindung bringen!


Was Ihr Welpe benötigt

 

  • Wasser- und Futternapf
  • Eine nahrhafte und seinem Alter angepasste Nahrung.
  • Ein Körbchen oder ein Hundebett.
  • Bürste und Kamm.
  • Eine Hundemarke, eine Tätowierung (oder einen Mikrochip).
  • Ein Halsband und eine Leine.
  • Hundeshampoo, Zahnbürste und Zahnpasta.
  • Hochwertige Kauspielzeuge, die den Zahnwechsel erleichtern.


Hochheben des Welpen

Widerstehen Sie der Versuchung, Ihren Welpen allzu oft hochzuheben - sein kleiner Körper ist sehr empfindlich. Wenn Sie es doch tun, sollten Sie schrittweise vorgehen:

 

  1. Schieben Sie eine Hand unter sein Gesäß und die andere unter seine Brust.
  2. Heben Sie ihn mit beiden Armen hoch.
  3. Legen Sie ihn an Ihren Körper, dann fühlt er sich geborgen.


Stubenreinheit

Die Erziehung zur Stubenreinheit beginnt sofort. Gewöhnen Sie Ihren Welpen an feste Fütterungszeiten und gehen Sie oft mit ihm hinaus, damit er sein Geschäft erledigen kann - insbesondere nach dem Aufwachen. Läuft er im Kreis oder winselt er in der Nähe der Tür, ist das ein sicheres Zeichen, dass Sie ihn schnellstens nach draußen bringen sollten. Sobald er sein Geschäft erledigt hat, wird er gelobt. Missgeschicke können natürlich vorkommen, aber wenn es tatsächlich geschieht, sollten Sie keinesfalls laut werden, den Welpen schlagen oder ihn mit der Nase hineindrücken: er ist zu jung, um einen Zusammenhang zwischen Ihrem Tadel und seinem Malheur zu sehen und wird sich voller Angst und Verwirrung zusammenkauern. Erwischen Sie Ihren Welpen auf frischer Tat, bringen Sie ihn schnell hinaus und loben Sie ihn, sobald er sein Geschäft erledigt hat.


Auf Reisen

Wenn Sie es versäumen, Ihren Welpen an Autofahrten zu gewöhnen, kann das Leben sehr unbequem werden. Gewöhnen Sie ihn deshalb zuerst an kurze Fahrten von maximal fünf bis zehn Minuten und wiederholen sie diese alle zwei Tage. Dann können Sie die Fahrtzeit langsam erhöhen, bis sich Ihr Welpe im Auto wohl fühlt. Jetzt können Sie auch einmal eine längere Reise von ein bis zwei Stunden wagen. Unabhängig jedoch von der Länge der Fahrt sollten Sie auf Reisen folgende Punkte beachten:

 

  • Bei den ersten Autofahrten sollte sich eine Begleitperson um den Welpen kümmern.
  • Zwei bis drei Stunden vor der Abreise sollte er keine Nahrung mehr bekommen.
  • Gehen Sie mit dem Kleinen spazieren, bevor es losgeht.
  • Packen Sie sein Lieblingskörbchen, eine weiche Decke und Spielzeuge ein, damit er sich heimisch fühlt.
  • Sorgen Sie für Frischluftzufuhr, aber lassen Sie keinesfalls zu, dass er sich aus dem Fenster lehnt.
  • Unterbrechen Sie die Fahrt alle ein bis zwei Stunden, damit der Welpe etwas trinken, sich bewegen und sich erleichtern kann.
  • Loben Sie Ihren Welpen nach der Ankunft für seine Geduld.


Fellpflege

Regelmäßige Fellpflege ist für Ihren jungen Hund überaus wichtig. Beim Kämmen und Bürsten werden lose Haare, Schmutz und Parasiten entfernt und gleichzeitig die Durchblutung der Haut gefördert. Ihr Hund bekommt ein gesünderes, glänzenderes Fell. Die Pflegestunde sollte für Ihren Welpen eine angenehme Erfahrung sein. Dann lernt er schnell, ruhig zu sitzen oder zu stehen - dies kann bei einem Tierarztbesuch sehr hilfreich sein. Benutzen Sie ausschließlich für Hunde geeignetes Pflegeequipment, nicht etwa Ihre alten ausgedienten Bürsten. Ihr Zoofachhändler oder der Züchter des Hundes können Sie bezüglich der Auswahl des Pflegeequipments beraten.


Baden

Baden Sie Ihren Welpen nur, wenn es wirklich nötig ist. Zu viele Bäder können den natürlichen Schutzmantel der Haut schädigen und sie trocken und weniger wasserabweisend machen. Möchten Sie Ihren Welpen baden, sollten Sie etwas warmes Wasser in die Bade- oder Duschwanne einlassen und ein hochwertiges Hundeshampoo benutzen. Streicheln Sie Ihren Welpen, während Sie vorsichtig das Wasser über seinen Körper fließen lassen. Shampoonieren Sie ihn sanft ein und spülen Sie dann alles wieder gründlich aus. Als nächstes nehmen Sie sich seinen Kopf vor. Bitte achten Sie darauf, dass kein Wasser in seine Augen oder Ohren gelangt! Spülen Sie auch hier das Shampoo sorgfältig aus. Anschließend können Sie Ihren Welpen entweder mit einem trockenen Handtuch abreiben oder, bei sommerlichen Temperaturen, mit ihm ins Freie gehen und ihn so auf ganz natürliche Weise trocknen lassen. Eine andere Möglichkeit ist, den Welpen vorsichtig mit einem Fön zu trocknen. Egal wie: kontrollieren Sie auf jeden Fall, ob Ihr Welpe auch wirklich g anz trocken ist, ansonsten besteht die Gefahr, dass er sich erkältet.


Gesundheitsvorsorge

Die Gesundheitsvorsorge beginnt sofort und zieht sich durch das ganze Leben des Hundes. Sie beinhaltet nicht nur die Ernährung und Bewegung, sondern auch regelmäßige Gesundheitskontrollen beim Tierarzt.


Der Tierarztbesuch

Welpen sind durchaus anfällig für Infektionskrankheiten, deshalb sollten Sie so früh wie möglich Ihren Tierarzt aufsuchen. Die ersten Impfungen können bereits im Alter von 6-8 Wochen verabreicht werden. Um einen vollen Impfschutz zu gewährleisten, müssen Wiederholungsimpfungen erfolgen. Regelmäßige Routineuntersuchungen. Gewöhnen Sie Ihren Welpen früh daran, sich anfassen zu lassen, und untersuchen Sie ihn auch selbst. Kontrollieren Sie regelmäßig seine Augen, Ohren, die Maulhöhle, seine Pfoten, die Krallen, Haut und Fell. Zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt zu konsultieren, wenn Sie etwas Ungewöhnliches entdecken.


Kauen hilft beim Zahnwechsel

Kauspielzeuge wie ein Gummiknochen oder ein stabiler Ball können den Durchbruch der neuen Zähne erleichtern und gleichzeitig verhindern, dass sich Ihr Welpe über die Wohnungseinrichtung hermacht. Achten Sie darauf, dass die Kauspielzeuge nicht verschluckt werden können. Verzichten Sie auf echte Knochen, weil diese splittern und Ihr Welpe daran ersticken könnte. Beziehen Sie das Kauspielzeug in Ihr Spiel mit dem Welpen ein. Geben Sie es ihm, sobald er beginnt, an einem verbotenen Gegenstand zu kauen und sagen Sie gleichzeitig mit fester Stimme "Nein". Denken Sie auch daran, Ihren Welpen zu loben, wenn er auf seinem Kauspielzeug kaut.


Ernährung und Bewegung

Das Wohlbefinden Ihres Welpen hängt neben seiner gesunden Ernährung auch stark von der täglichen Bewegung ab! Gerade junge Hunde sind verspielt und energiegeladen, deshalb brauchen sie viel Bewegung. Der individuelle Bewegungsbedarf ist natürlich von Hund zu Hund unterschiedlich und stark rasseabhängig. Hierzu können Ihnen Ihr Tierarzt oder der Züchter Ihres Hundes detaillierte Auskünfte geben.


Füttern Sie Trockennahrung

Trockenfutter kann die Bildung von Zahnstein und Plaque verhindern. Es hilft gleichzeitig, die Zähne zu lockern und beschleunigt somit den Zahnwechsel. Falls Ihr Welpe eine besonders empfindliche Maulhöhle hat, können Sie das Trockenfutter vor dem Füttern mit temperiertem Wasser einweichen. In jedem Fall soll Trockenfutter vollwertig und ausgewogen sein und keine künstlichen Zusatz- oder Aromastoffe enthalten. Auf den ersten Blick mag Trockenfutter relativ teuer wirken. - lassen Sie sich davon nicht täuschen! Wenn Sie die täglichen Futterkosten errechnen, werden Sie feststellen, dass es außerordentlich kostengünstig ist. Falls Ihr Welpe während des Zahnwechsels an Appetitlosigkeit leidet, sollten Sie vor einer Futterumstellung unbedingt mit Ihrem Tierarzt sprechen.


Die Ernährung des Welpen

Während der ersten Lebensmonate verbrennt Ihr Welpe extrem viel Energie. Daher ist es besonders wichtig, ihm eine möglichst ausgewogene Nahrung anzubieten. Nur um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Ein Welpe wächst im ersten Lebensjahr soviel wie ein Mensch in den ersten 14 Jahren. Dabei unterliegen unterschiedliche Rassen grundverschiedenen Wachstumsschüben, so dass die Ernährung genau auf die Rasse und Größe des Welpen abgestimmt werden muss. Eines gilt natürlich für jede Rasse: eine hochwertige Nahrung ist die beste Voraussetzung für ein langes, gesundes Leben. Sie sollten die Ernährung Ihres Welpen daher auf jeden Fall mit Ihrem Tierarzt, Züchter oder Zoofachhändler besprechen.


Krankheiten erkennen

Oft werden Sie es einfach im Gefühl haben, dass sich Ihr Welpe sich nicht wohl fühlt. Ein kurzer Besuch beim Tierarzt kann dann klären, ob wirklich ein gesundheitliches Problem vorliegt. Als kleine Hilfe hier trotzdem eine Reihe von Symptombeschreibungen, die unter Umständen auf eine Erkrankung hindeuten können:

 

  • Appetitlosigkeit und verminderte Flüssigkeitsaufnahme.
  • Plötzlicher Gewichtsverlust oder spontane -zunahme; allmählicher Gewichtsverlust über einen längeren Zeitraum.
  • Trägheit und Motivationslosigkeit.
  • Vermehrter oder verminderter Urinabsatz.
  • Blutiger oder zu weicher Kot, Durchfall.
  • Anhaltendes Erbrechen.
  • Übermäßiger Speichelfluss oder unregelmäßige Atmung.
  • Glanzloses Fell.


Halsband und Leine

Anfangs sollten Sie Ihren Welpen an ein weiches Halsband gewöhnen. Später können Sie eine kurze, leichte Leine am Halsband befestigen und den Welpen damit herumlaufen lassen. Das Ziel dieser Gewöhnungsphase ist, dass der Welpe brav neben Ihnen herläuft, ohne an der Leine zu ziehen. Drängt er vorwärts oder bleibt zurück, kann man ihn mit einem leichten Ruck an der Leine korrigieren. Bleiben Sie nah bei Ihrem Hund, dann wird er keinen Anlass sehen, sich loszureißen.


Basiserziehung

Ungehorsame und unkontrollierbare Hunde sind unbeliebt und machen Ihnen das Leben schwer, deshalb sollten Sie so früh wie möglich mit der Basiserziehung beginnen. Viele professionelle Hundetrainer raten, die Erziehung mit dem Besuch einer Welpenspielstunde einzuleiten: Als Erstes sollte der Welpe lernen, auf seinen Namen zu hören. Nennen Sie ihn so oft wie möglich beim Namen, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Benutzen Sie ihn, wenn Sie Ihren Hund streicheln und füttern. Auf diese Weise wird der Welpe innerhalb kürzester Zeit lernen, auf seinen Namen zu hören. Wiederholungen sind ein wichtiger Punkt bei der Welpenerziehung. Und vergessen Sie bitte nie, geduldig mit Ihrem Welpen zu sein.


Trainingstipps

 

  • Anfangs genügen zwei fünfminütige Trainingseinheiten pro Tag.
  • Verwenden Sie stets die gleichen Worte und erteilen Sie die Kommandos immer in der gleichen Stimmlage. So vermeiden Sie Verwirrung und Missverständnisse.
  • Nehmen Sie die Trainingseinheiten ernst. Dann ist auch Ihr Welpe konzentriert bei der Sache.
  • Ihr Welpe bemerkt sofort, wenn Sie ungeduldig werden. Das kann den Trainingserfolg schmälern. Versuchen Sie, ruhig zu bleiben.
  • Schlagen Sie Ihren Welpen nicht und verzichten Sie darauf, mit erhobener Stimme zu sprechen. Loben Sie ihn, wenn er etwas richtig gemacht hat und tadeln Sie ihn mit einem festen "Nein", wenn er ungehorsam war.
  • Eine Trainingseinheit sollte stets mit einem positiven Erlebnis enden.




28.09.2008   |  Wertung  

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